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Internationales Jahrestreffen 2005, 2006 & 2007

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Nachlese zum 32. Int. Jahrestreffen des AUVC in Langesund/Norwegen vom 29. bis 31. Juli 2005

Langesund an der Südküste Norwegens war der Austragungsort des alljährlichen Treffens der Freunde von Audi, DKW, Horch und Wanderer. Am Wochenende 29. bis 31. Juli 2005 trafen sich in diesem Jahr 240 Fahrzeuge zum zweiten Mal bei unseren Norwegischen Vier Ringe-Freunden.

Wenn man mitunter eine sehr grosse Anfahrtsstrecke in Kauf nimmt, so verbindet man dies oftmals mit einem Urlaub vor Ort. Dies dachten sich auch die Norweger und kündigten bereits vor Jahren an das Treffen 2005 mit einem besonderen Highlight zu schmücken. Für interessierte Vier-Ringe-Freunde organisierte das Team um Morten Finborud eine gut 800 Kilometer lange „DKW-Karawane“ von Langesund im Süden nach Molde im Nordwesten. Fast 140 Teilnehmer nahmen diese Einladung Land und Leute kennenzulernen sehr gerne an.

Zuerst trafen sich jedoch alle Teilnehmer ab Freitag zum traditionellen Teil des Jahrestreffens. Geselligkeit, Erfahrungsaustausch, Freunde treffen, Fahrzeuge bestaunen und die ersten Ersatzteilkäufe abwickeln. Auch konnte manch einer von abenteuerlichen Erlebnissen auf seiner Anfahrt mitunter quer durch Europa berichten. Fähre verpasst, gewaltige Umwege über Schweden, aber leider auch manchmal eine grössere technische Panne bremsten die Fahrt nach Langesund.

Der Samstag stand anfänglich ganz unter den Eindrücken einer 130 km langen Ausfahrt von Langesund aus durch die berühmte Telemark zurück an die Küste. Eindrucksvoll bereits hier die Landschaft, die Strassen und auch die vielen kleinen Kontrollpunkte mit kniffligen Aufgaben für die Teilnehmer. Nach anstrengenden Kilometern konnten sich alle im Brekkeparken der Stadt Skien bei einem zünftigen Picknick im Freien erholen und stärken. Solch eine schöne Kulisse bekamen selten die Auto Union-Freunde bei einem Jahrestreffen zu Gesicht. Manch einer wollte sich von diesem idyllischen Ort gar nicht mehr trennen, aber der ausgeschriebene grosse Ersatzteilmarkt auf dem Veranstaltungsgelände Skjärgardshallen lockte schlussendlich doch alle an den Austragungsort zurück.

Erschöpft und glücklich von manch einem Ersatzteilschnäppchen wurde der Festabend in der Skjärgardshallen genossen. Ein typisch norwegisches Buffet sättigte die Mägen. Fetzige Tanzmusik beendete den langen Tag und leider schwangen nur noch wenige Teilnehmer das Tanzbein.

Denn Grosses stand am nächsten Tag für die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer auf dem Programm.

 

Um 13.00 Uhr startete die „DKW-Karawane“ in Langesund zu ihrer Dreitagestour bis hoch nach Molde. Historische Wurzeln standen Pate bei dieser tollen Idee. 1938 veranstaltete der damalige AUTO UNION-Importeur With und Wessel eine imposante Werbefahrt mit DKW-Fahrzeugen quer durch Norwegen bis nach Molde. Es sollte auf dieser Fahrt die Zuverlässigkeit der kleinen Zweitakter unter Beweis gestellt werden. Dies gelang auf der ganzen Linie! 67 Jahre später sollte diese Zuverlässigkeit erneut demonstriert werden. Verstärkt durch eine kleine Anzahl „Viertakter“ in Form von zum Beispiel einem Wanderer-Motorrad, Audi 60 und Audi 100 Coupe S rollte die „neuzeitliche“ DKW-Karawane los.

 

Bei Dauerregen und niedrigen Temperaturen ging es am Sonntag bis nach Kongsberg in die alte Silberstadt. Eine organisierte und geführte Silberbergwerksbesichtigung war der Höhepunkt dieses ersten Reisetages. Am Montag startete die Karawane in Richtung Golsfjelett. Die Landschaft wurde rauer, manch anspruchsvolle Steigung musste bewältigt werden. Endpunkt an diesem Tag war das gigantische Storefjell Hotel auf einer imposanten Hochebene gelegen. Verträumt blickte man auf die unendlich scheinende norwegische Hochgebirgslandschaft. Konnten diese Eindrücke noch gesteigert werden? Ja, sie konnten. Bereits am nächsten Tag fuhren die Teilnehmer über das Hochgebirge des Beitostolen in Richtung Lom, dem nächsten Halt an der fast 800 KM langen Strecke. Bis auf annähernd 1200 Höhenmeter ging es auf perfekt ausgebauten Strassen. Auch hier wurde manch Kühler auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, genauso natürlich die Bremsanlage. Lom, bekannt durch seine prächtige Stabkirche, war der letzte organisierte Übernachtungsort.

Am Mittwoch, dem letzten Karawanentag, kamen die „endgültigen“ Highlights auf die Teilnehmer zu. Dalsnibba, Geirangerfjord, Trollstigen…… der Aussichtsberg oberhalb des Geirangerfjordes bot eine spektakuläre Aussicht auf Gletscher, Schnee, Felsen und den Fjord. Die Teilnehmer der Karawane welche die Strapazen der unbefestigten Auffahrt zum Gipfel in fast 1700 m Höhe auf sich nahmen, werden den Ausblick nie vergessen. Annähernd 20 km Gefällstrecke bis auf Meereshöhe brachten dann endgültig manche Bremsflüssigkeit zum sieden. Manch einer wählte die geruhsame Variante der Fährüberfahrt durch den Geirangerfjord, andere trieben ihren DKW noch über die wohl spektakulärste Bergstrecke, den Trollstigen in Richtung Zielort Molde.

Auch am Zielort zeigte sich abermals die perfekte Organisation der norwegischen DKW-Freunde. Eigens für die Teilnehmer der Karawane lud ein norwegisches Clubmitglied zum Abschluss zu landestypischen Spezialitäten ein.

 

Drei erlebnisreiche Tage gemeinsam mit vielen anderen DKW-Freunden aus allen europäischen Ländern durften die Mitglieder des AUVC erleben. Die Eindrücke des 32. Internationalen Jahrestreffens in Norwegen werden immer im Gedächtnis hängen bleiben. Alle Teilnehmer freuen sich schon auf eine Wiederholung in Norwegen.

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Nachlese zum 33. Int. Jahrestreffen des AUVC in Brüssel/Belgien vom 30.06 bis 02.07.2006 

Traditionell wechseln jedes Jahr die Austragungsorte der Jahrestreffen des AUVC ab. Am Wochenende 30.06. bis 02.07.2006 trafen sich knapp 250 Teilnehmer in der europäischen Metropole Brüssel zum Stelldichein um die Vier Ringe, und um DKW im Speziellen.

 

Die Freunde des Belgischen DKW-Club`s luden ein und hatten für die drei Tage hochsommerlichstes Wetter bestellt und bekommen. Nach dem eher kühlen Norwegen im Jahr 2005 liefen die Schweissperlen bei allen Teilnehmern tüchtig aus den Poren. Auch die Fahrzeuge haderten oftmals mit Dampfblasen, kochenden Kühlern und die teilnehmenden Motorradfahrer in ihrer Lederkluft schwitzten das Wasser so raus wie sie es zu sich nahmen.

 

Aber vielleicht lag dieses tolle Wetter auch an der tatkräftigen Unterstützung des Belgischen AUDI-Importeur D`Ieteren der alles nur menschenmögliche unternommen hat um auch in diesem Jahr ein eindrucksvolles Programm darzustellen. Das Veranstaltungsgelände Jubelpark im Herzen von Brüssel, unweit der Europäischen Einrichtungen gelegen, bot einen imposanten Eindruck mit seinem Triumphbogen und den beiden angrenzenden Museen, dem Automobilmuseum und dem Militärmuseum.

Die Sonne brannte bereits am Freitag gnadenlos auf die ankommenden Teilnehmer und lies deshalb eine eher verhaltene Geselligkeit auf dem Gelände aufkommen. Umso mehr trafen sich einzelne Teilnehmer in den vielen Restaurants und Tavernen der belgischen Hauptstadt um aus dem umfangreichen Sortiment der Belgischen Biere das Passende herauszubekommen.

 

Wer rechtzeitig in Brüssel angekommen war, konnte die Gelegenheit nutzen die sehr umfangreiche Fahrzeugausstellung von der Firma D Ìeteren zu besichtigen. Sie bietet dem Besucher einen umfangreichen Überblick über alle mit dieser Firma verbundenen Marken, und zwar von der Zeit des Kutschenbaues bis hin zur Neuzeit und beispielsweise einem Lamborghini Murcielago. Mittendrin diverse DKW-Fahrzeuge wie F 91, AU 1000 SP oder ein Schnell-Laster.

Der Samstag beginnt traditionell mit einer „Kennenlernausfahrt“ rund um den Austragungsort der Jahrestreffen. Auch hier kann es heissen: Belgien ist durchaus eine Reise wert! Besonders die Passagen mit dem berühmten „Belgischen Pflaster“ erinnerten die vielen Auto Union-Fahrzeuge an die 30iger, 50iger und 60iger Jahre. Manch ein Teilnehmer war hier mit althergebrachten Diagonalreifen zweifellos im Vorteil. Die Verpflegung bei der Mittagsrast war gut, die Stimmung ebenfalls und so freute man sich auf den Ersatzteilmarkt der wieder einmal manches Schnäppchen bereit hielt.

 

Der Festabend wurde in entsprechendem Ambieente des Museums Autoworld gefeiert. Das die professionelle Cateringfirma einen leicht überforderten Eindruck hinterlies, trübte die Stimmung an diesem Abend doch etwas. Aber die Teilnehmer hatten sich wie bei jedem Treffen viel zu erzählen und so war es dann doch wieder erst in den frühen Nachtstunden bis sich die Gesellschaft aufgelöst hatte.

 

Wer sich auf eine „Anschlussveranstaltung“ wie im Jahr 2005 in Norwegen gefreut hatte, ging leer aus. Traditionell verabschiedeten sich die Teilnehmer am Sonntag von Brüssel und machten sich grösstenteils auf die Heimfahrt.

Im Sommer 2007 sieht man sich in trauter Runde in der Schweiz wieder. Hier soll es zusätzlich wieder ein spezielles Event geben. Lassen wir uns alle überraschen!

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Nachlese zum 34. Int. Jahrestreffen des AUVC in Wildhaus/Schweiz vom 20. bis 22. Juli 2007

Dieses Jahr waren die Clubmitglieder des AUVC und die Freunde der Vier Ringe in der sehr langen Tradition der Jahrestreffen wieder einmal in der Schweiz, insgesamt zum vierten Mal.

Der DKW Owners Club hatte nach Wildhaus in das schöne Toggenburg eingeladen. Eingerahmt zwischen der imposanten Gebirgskette Churfirsten und dem tollen Aussichtsberg „Säntis“ war das idyllische Hochtal Treffpunkt für 250 Teilnehmer aus 10 europäische Nationen.

Sehr stark dominierend waren in diesem Jahr die Fahrzeuge aus den Modellreihen DKW 3=6 und Auto-Union 1000. Hier bekam man fast alle produzierten unterschiedlichen Modellvarianten zu Gesicht, egal ob zweitürige Limousine, Universal oder rassiger SP Roadster. Sicherlich auch etwas abgeschreckt durch die Gebirgslage waren leider nur wenige Vorkriegsfahrzeuge zu bewundern.

Am Samstagvormittag begaben sich die Teilnehmer auf die traditionelle Ausfahrt. Aufgeteilt in zwei Gruppen mit entgegen gesetzter Fahrtrichtung nahm man die rund 130 Kilometer lange Strecke unter die Räder. Treffpunkt auf ungefähr halber Strecke und gleichzeitig Mittagsrast war die berühmte Schwägalp mit der Auffahrt zum Aussichtsberg Säntis. Während die Talstation der Seilbahn im dichten Nebel lag bot sich den „Bergfahrern“ auf dem Säntisgipfel bei strahlendem Sonnenschein eine grandiose Fernsicht auf die umliegenden Berggipfel. Höhepunkt in 2500 m Höhe war jedoch die Überraschung am Eingang zum Gipfelhaus! Der schweizerische DKW Owners Club hatte es doch tatsächlich fertig gebracht einen wunderschönen DKW F 1 Roadster zusammen mit einem Neufahrzeug aus dem aktuellen AUDI Programm, dem Audi A 5, regelrecht werbewirksam mit hochalpinem Dekomaterial zu präsentieren. Die Gesichter der Teilnehmer, aber auch der sonstigen Gipfelbesucher an diesem Wochenende, sprachen Bände ! So mancher japanische Europareisende wird dieses Bild in seinem Archiv archivieren – Vorsprung durch Technik?

Zurück im feuchten Nebel der Talstation wurde die zweite Hälfte der Rundfahrt abgespult. Angespornt durch die gut ausgebauten Straßen der Eidgenossen und die Dreh- und Leistungsfreude der Zweitaktmotoren kam es auch gelegentlich zu „kleineren“ Bergrennen,  alles natürlich unter Beachtung der strengen Geschwindigkeitsregeln der Schweiz.

Der obligatorische Ersatzteilmarkt bot eine Fülle von unterschiedlichsten Angeboten, und so mancher Kofferraum war deshalb bei der Rückfahrt zusätzlich gefüllt.

Der anstrengende und zugleich aber auch sehr angenehme Samstag endete mit dem  geselligen Beisammensein und einem schmackhaftem Abendmenü. Das übliche weitere abendfüllende Programm mit Preisverleihung und Tanzmusik begleitete so manchen Teilnehmer bis weit nach Mitternacht.

 

Mehr oder weniger ausgeschlafen traf man sich am Sonntagvormittag nochmals auf dem Veranstaltungsgelände, auch, um einige Teilnehmer zur mehrtägigen DKW-Karawane durch die Schweiz zu verabschieden. Unter sachkundiger Führung und perfekter Organisation erkundeten einige DKW Zwei- und Vierräder die wunderschöne Schweiz. Leider war das Wetter an diesem Sonntag nicht in entsprechender Sonntagslaune, und so mancher dachte an den schönen Sonnentag auf dem Säntis. Alle waren sich aber auch einig über die perfekte Organisation, das gute Essen und den nahezu pannenfreien Ablauf. Nichts anderes hat man auch von den Schweizer DKW-Freunden erwartet. Vielen Dank !

Alle Mitglieder und Teilnehmer waren wieder einmal über den rasenden Verlauf der drei Veranstaltungstage überrascht und vielleicht auch etwas verärgert. Deshalb wird das nächste Jahrestreffen erstmals auf vier Tage verlängert! Vom 24. bis 27.07.2008 wird in Zwickau das 35. Internationale Jahrestreffen des AUVC stattfinden. Zurück zu den Wurzeln der Vier Ringe Historie werden sicherlich über 400 Teilnehmer an den Rand des Erzgebirges aufbrechen. Wer sich an das Jahrestreffen 1997 in Zwickau erinnert freut sich sicherlich schon heute auf die zahlreichen wunderschönen Vier Ringe-Fahrzeuge und ihre ostdeutschen Derivate aus mindestens sieben Jahrzehnten.

 

                                                                   ***     Bilder zum vergrößern bitte anklicken     ***










Auto Union-Veteranen-Club e.V. - Entenhof 18 - 72768 Reutlingen
Tel. 07121 1363456


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