8. Wanderer Treffen in Ingolstadt vom 12. bis 14. September 2008
Wanderer, kommst Du nach Ingolstadt…
Vom 12. bis 14. September 2008 fand in Ingolstadt das 8. Wanderer Treffen statt. Das Besondere: Hier waren ausschließlich Vorkriegsfahrzeuge zu sehen. Auf Einladung von Audi Tradition kamen rund 40 Wanderer-Automobile und -Motorräder aus dem In- und Ausland an die Donau.
Die Marke Wanderer ist der "vierte Ring" im Audi Logo und repräsentierte innerhalb der Auto Union die Mittelklasse. Vom ersten Wanderer Automobil, dem zweisitzigen Wanderer Puppchen von 1914, über die sportlichen Wanderer Roadster bis hin zu den stattlichen Pullman-Limousinen, den in den 1920er Jahren sehr gefragten Wanderer-Motorrädern und den Konfektionsmodellen mit 98er-Sachs-Motor folgten Zwei- und Vierräder der Einladung nach Ingolstadt.
Audi Tradition holte für dieses Treffen fünf Schmuckstücke aus dem Depot: Im Fahreinsatz waren ein frisch restauriertes Wanderer W 23 Cabriolet von 1938, eine Sechszylinder-Limousine vom gleichen Typ, ebenfalls aus dem Jahr 1938, ein Wanderer W 24 von 1937 sowie zwei Mille Miglia erprobte Wanderer W 25 Roadster der Baujahre 1938 und 1939.
Wanderer-Automobile und -Motorräder waren über drei Jahrzehnte ein fester Bestandteil des deutschen Automobilbaus und galten vor allem in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Qualitätsbegriff deutscher Wertarbeit im Kraftfahrzeugbau. Das Markenimage war geprägt durch außerordentliche Zuverlässigkeit und hervorragende Fertigungsqualität. "Wer wahren Wert will, wählt Wanderer!" so lautete der Werbespruch für die einst in Chemnitz gebauten Automobile und Motorräder deren Name bei vielen Oldtimerenthusiasten bis heute unvergessen ist.
Am Freitag, den 12. September, startete auf der Piazza vor dem Audi museum mobile die Ausfahrt ins romantische Altmühltal, inklusive einer Schifffahrt auf der Donau. Abends versammelten sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen im Foyer des Stadttheaters Ingolstadt.
Am Samstag, den 13. September "wanderten" die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen ins Urdonautal. Die 120 Kilometer lange Route führte über Wellheim, Nassenfels und Rain am Lech nach Schloss Sandizell. Das Wasserschloss zu Sandizell war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Wohnsitz des Grafen Carl Max von Sandizell, der sich ganz dem Rennsport verschrieben hatte. So bestritt er 1938 zum Beispiel die Fernfahrt Lüttich-Rom-Lüttich mit dem Wanderer Stromlinie Spezial, einem zweisitzigen Roadster aus Aluminium. Die Veranstaltung klang mit einem Festabend im Audi Forum aus, wobei die zufällig gleichzeitig stattfindende "Nacht der Museen" für regen Betrieb auf der Piazza und im Museum bis nach Mitternacht sorgte. Ein bayerisches Weißwurstfrühstück am Sonntagmorgen ließ eine rundum gelungene Veranstaltung ausklingen.