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Internationale Treffen 2008

2. Internationales Schnellastertreffen im oberbayerischen Gaimersheim vom 10. bis 12. Juli 2008

Vom 10. bis 12. Juli 2008 fand das 2. DKW Schnellaster Treffen im oberbayerischen Gaimersheim statt. Erneut rief Herbert Schöffner als Organisator zum Treffen und 23 der knautschgesichtigen Transporter kamen. Vom F89L über den glücklosen Typ 30 "Büffel" bis hin zum F800/3 Luxusbus waren alle Baureihen und fast alle Karosserievarianten vertreten – lediglich ein F 1000L Imosa fehlte in dem beeindruckenden Auftrieb.

Clubkameraden aus den Niederlanden und Österreich hatten die Anreise ebensowenig gescheut wie einige "Nordlichter" und unser "Schnellaster-Guru" aus Nossen. Er war mit einer inzwischen fahrbereiten spezialkarossierten Version des F 89L Viergang angereist, die beim letzten Treffen vor vier Jahren als Scheunenfund für Furore gesorgt hatte. Einige Teilnehmer kamen zur Ausfahrt im Kostüm der Zeit gekleidet – wunderschön die rollende Zimmermannswerkstatt aus Schelklingen und absoluter Höhepunkt wieder die Münchner Trauergemeinde in Frack und Zylinder mit ihrem Welsch-Bestattungswagen (vier Sitzplätze und ein Liegeplatz sind im Fahrzeugbrief eingetragen).

Bei Kaiserwetter trudelten die Teilnehmer am Freitag im Heidehof in Gaimersheim ein, der für drei Tage zum Dreh- und Angelpunkt des Treffens wurde. Ein Fototermin führte zum Audi Forum und einige Schnellasterfahrer nutzten die Gelegenheit zu einer Besichtigung der spärlichen Reste der ehemaligen Produktionsanlagen an der Dreizehnerstraße, Auf der Schanz und an der Schrannenstraße.

Pünktlich zum Start der Ausfahrt am Samstag verfinsterte sich der Himmel im Westen und bot nach wenigen Kilometern Gelegenheit, die Zuverlässigkeit von Bordelektrik und Scheibenwischern sowie die Dichtigkeit der Karosserien zu testen. Einige Fahrer kamen nach dem Platzregen im Altmühltal linksseitig durchweicht zur Mittagsrast bei der Firma Jägle in Eichstätt an, während das Innere der jeweiligen Fahrzeuge an eine Dampfsaune erinnerte.
In Eichstätt gab es Gelegenheit, die beeindruckende Privatsammlung  von Karl und Wolfgang Jägle zu besichtigen. Eine ausgedehnte Mittagspause mit zünftigem Weißwurstessen ließen das Wetter vergessen und bot Raum für Fachgespräche. Die Vorführung eines im Reisegepäck der österreichischen Freunde mitgekommenen 38-Kubik-Victoria-Fahrradhilfsmotors nebst dazugehörigem Fahrrad wurde von Herrn Jägle in einer Regenpause als Herausforderung zum Privatrennen mit einer 50er Sachs angenommen – Teufel, war die Victoria auf dem nassen Parcours schnell. Mit baumsägenähnlichem Getöse wurde der riesige Busparkplatz mehrfach umkreist, bis Spritmangel dem Spaß ein Ende bereitete.

Nach der Rast zog der Troß in die barocke Altstadt von Eichstätt weiter, wo die Fahrzeuge mitten auf dem Markplatz geparkt und vom Oberbürgermeister begrüßt wurden. Leider setzte pünktlich wieder Landregen ein und zwang nach halber Strecke dazu, die Vorstellung von Fahrern und Fahrzeugen abzubrechen. Während der Regen gemeinsam in den umliegenden Cafés abgewettert wurde, traten die Teilnehmer den Rückweg nach Gaimersheim individuell an. Dort klang der Tag mit einem hervorragenden und überaus reichhaltigen Büffet im Heidehof aus.

Ein familiäres und trotz des durchwachsenen Wetters rundum gelungenes Treffen, dessen Wiederholung auf dem Wunschzettel steht.


 
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8. Wanderer Treffen in Ingolstadt vom 12. bis 14. September 2008

Wanderer, kommst Du nach Ingolstadt…

Vom 12. bis 14. September 2008 fand in Ingolstadt das 8. Wanderer Treffen statt. Das Besondere: Hier waren ausschließlich Vorkriegsfahrzeuge zu sehen. Auf Einladung von Audi Tradition kamen rund 40 Wanderer-Automobile und -Motorräder aus dem In- und Ausland an die Donau.

Die Marke Wanderer ist der "vierte Ring" im Audi Logo und repräsentierte innerhalb der Auto Union die Mittelklasse. Vom ersten Wanderer Automobil, dem zweisitzigen Wanderer Puppchen von 1914, über die sportlichen Wanderer Roadster bis hin zu den stattlichen Pullman-Limousinen, den in den 1920er Jahren sehr gefragten Wanderer-Motorrädern und den Konfektionsmodellen mit 98er-Sachs-Motor folgten Zwei- und Vierräder der Einladung nach Ingolstadt.

Audi Tradition holte für dieses Treffen fünf Schmuckstücke aus dem Depot: Im Fahreinsatz waren ein frisch restauriertes Wanderer W 23 Cabriolet von 1938, eine Sechszylinder-Limousine vom gleichen Typ, ebenfalls aus dem Jahr 1938, ein Wanderer W 24 von 1937 sowie zwei Mille Miglia erprobte Wanderer W 25 Roadster der Baujahre 1938 und 1939.

Wanderer-Automobile und -Motorräder waren über drei Jahrzehnte ein fester Bestandteil des deutschen Automobilbaus und galten vor allem in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts als Qualitätsbegriff deutscher Wertarbeit im Kraftfahrzeugbau. Das Markenimage war geprägt durch außerordentliche Zuverlässigkeit und hervorragende Fertigungsqualität. "Wer wahren Wert will, wählt Wanderer!" so lautete der Werbespruch für die einst in Chemnitz gebauten Automobile und Motorräder deren Name bei vielen Oldtimerenthusiasten bis heute unvergessen ist.

Am Freitag, den 12. September, startete auf der Piazza vor dem Audi museum mobile die Ausfahrt ins romantische Altmühltal, inklusive einer Schifffahrt auf der Donau. Abends versammelten sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen im Foyer des Stadttheaters Ingolstadt.

Am Samstag, den 13. September "wanderten" die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen ins Urdonautal. Die 120 Kilometer lange Route führte über Wellheim, Nassenfels und Rain am Lech nach Schloss Sandizell. Das Wasserschloss zu Sandizell war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Wohnsitz des Grafen Carl Max von Sandizell, der sich ganz dem Rennsport verschrieben hatte. So bestritt er 1938 zum Beispiel die Fernfahrt Lüttich-Rom-Lüttich mit dem Wanderer Stromlinie Spezial, einem zweisitzigen Roadster aus Aluminium. Die Veranstaltung klang mit einem Festabend im Audi Forum aus, wobei die zufällig gleichzeitig stattfindende "Nacht der Museen" für regen Betrieb auf der Piazza und im Museum bis nach Mitternacht sorgte. Ein bayerisches Weißwurstfrühstück am Sonntagmorgen ließ eine rundum gelungene Veranstaltung ausklingen.


 
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Tel. 07121 1363456


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